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Im Hafen der Ehe abtakeln oder in ein erfülltes Abenteuer auslaufen? Teil II

Die Lösung, wie zwei Singles in einer Partnerschaft zu leben, wird von immer mehr Menschen gelebt, die glauben, der vorprogrammierten Langeweile im Hafen ihrer Ehe entfliehen zu können, indem sie sich auf niemanden mehr ganz einlassen, geschweige denn dauerhaft festlegen. Sie besteigen erst gar nicht ein gemeinsames Boot, sondern schippern von Anfang an mit zwei Booten los. Sollten Sie bei dieser Strategie trotzdem von Amors Pfeil getroffen werden und Ihr Leben mit einer Person teilen wollen, behält jeder von Ihnen sein eigenes Boot und kettet dieses lose mit dem Boot des Partners aneinander.

Trotz aller zeitgeistigen Gender-Nivellierung leben Männer und Frauen nach unterschiedlichen persönlichen Werten, die sie hoffen, in die Partnerschaft hinüber retten zu können: Er will seine Freiheit bewahren, sie ihre Unabhängigkeit. Das hat zur Folge, dass beide nicht in einer gegenseitig verbindlichen Partnerschaft leben, sondern eher wie zwei Singles in Beziehung, um dem spießigen Ehe-Alltagstrott und den befürchteten Konsequenzen entfliehen können. Dabei fährt jedoch immer die Angst mit, der Partner könne jederzeit sein Boot abhängen – was ja auch der eigentliche Sinn dieses ganzen Szenarios ist. Hier ist der Sog zum Ausstieg keine kleine Hintertür, sondern ein offenes Scheunentor. Eine dauerhafte, eventuell sogar lebenslange Verbindlichkeit erscheint in diesem Context nicht nur als ein großes Risiko, sondern wie eine Niederlage.

Doch statt dass Freiheit und Unabhängigkeit den Wunsch der Paare nach Nähe, Liebe, Sicherheit und Abenteuer beflügeln, behindern sie sogar dessen Erfüllung. Zum einen erschweren oder verunmöglichen diese Werte das gemeinsame Auslaufen in ein erfülltes, glückliches Leben, da das schon ein hohes Maß an Verbindlichkeit erfordert. Zum anderen haben viele Single-Paare die Erfahrung gemacht, dass die Ketten, mit denen sie ihre beiden Boote verbunden haben, schon beim kleinsten Sturm auseinander reißen, was sie verunsichert. Nur wenn sie zusammen einBoot besteigen und ihre Freiheit und Unabhängigkeit aufgeben, können sie dieses Szenario vermeiden. So laufen auch die Single-Paare allmählich frustriert mit ihren beiden Booten wieder in den Hafen ein, froh, dass sie zumindest noch ihre Freiheit und Unabhängigkeit haben. Nicht ahnend, dass genau diese Werte die gemeinsame Reise verunmöglicht haben. Ebenfalls sehnsüchtig hoffend, irgendwie, irgendwann glücklicher mit dem nächsten Partner zu leben.

 

Boote sind nicht bestimmt für den Hafen

Boote sind dazu bestimmt, auf hohe See auszulaufen und neue Kontinente zu erkunden. Sie sind gebaut für Abenteuer und Herausforderungen, nicht fürs Herumdümpeln in Zurückgezogenheit und Stillstand. Um als Paar gemeinsam aus dem Hafen auf hohe See auslaufen zu können, müssten Sie zunächst eine stabile Einheit in Form einer erfüllten Partnerschaft erschaffen. Damit sind Sie sicher, dass bei Schwierigkeiten auf der Reise keiner meutert, sondern Sie beide im gegenseitigen Vertrauen und beidseitiger Ermächtigung alle Hindernisse und Gefahren meistern und die ruhigen, glücklichen, beschwingten Zeiten gemeinsam genießen.

Wie können Sie Ihre Partnerschaft so gestalten, dass Sie begeistert und zuversichtlich aus dem Hafen der Ehe in ein erfolgreiches und erfülltes Leben auslaufen und während der Fahrt sogar die Mannschaft vergrößern? Dazu brauchen Sie zum einen die Contextuelle Partnerschafts-Seekarte, damit Sie die Bedingungen für ein abenteuerliches, erfolgreiches, glückliches, erfülltes gemeinsames Leben kennen. Und Sie müssten zum anderen Ihre Beziehung auf ein sicheres Fundament stellen, so dass ihr Boot bei heftigen Stürmen zwar erschüttert werden aber nicht zerbrechen kann. Dafür bedarf es, alle vier Säulen des Contextuellen Partnerschaft-Spielfeldes stabil aufzustellen.

Was können Sie jetzt schon tun? Hier eine ebenso einfache wie unverschämte Möglichkeit: Sagen Sie Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner täglich: Ich liebe Dich!Falls Sie jetzt mit dem Argument aufwarten, dann werde Liebe ja inflationär: Sie atmen täglich auch mehr als einmal und Sauerstoff behält trotzdem seinen hohen Wert. Oder finden Sie, dass Luft an Wert verliert, weil Sie diese dauerhaft ein- und ausatmen?

Sie haben dennoch das Gefühl, das nicht tun zu wollen? Das ist Ihr gutes Recht. Sind Sie trotzdem bereit herauszufinden, woher dieser Unwille kommt? Den hatten Sie nicht immer. Was ist passiert? Welche Vorwürfe haben Sie ihrem Partner gegenüber? Welche negativen Meinungen haben Sie über ihn oder sie? Welche abträgliche Meinung haben Sie über das andere Geschlecht? Was stört Sie und Sie sagen es nicht direkt, aber indirekt, indem Sie sich verweigern und Ihre Liebe zurückhalten? Wem wollen Sie nahe sein – Ihren Vorwürfen und Vorbehalten oder Ihrem Partner, Ihrer Partnerin? Warum probieren Sie nicht etwas Neues aus, statt resigniert oder gar schmollend darauf zu warten, dass Ihr Partner anfängt? Wie wäre es, wenn Sie selbst begeistert auf ihn mit einem Ich liebe Dichund einer Umarmung zugehen? Wir wissen zwar nicht genau, wie Ihr Partner oder Ihre Partnerin reagiert und was passiert, aber die alltägliche Monotonie hätten Sie schon Mal positiv durchbrochen. Bereit?

© Maria & Stephan Craemer

 

Sie wollen eine dauerhaft Erfüllte Partnerschaft statt unerfüllter Sehnsucht:

Das Beziehungs Training

 

Mehr Input zur praktischen Umsetzung der Contextuellen Philosophie:

Denkwandel