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Schämen Sie sich nicht Ihrer Gefühle!

Schämen Sie sich nicht Ihrer Gefühle – Sie dürfen auch traurig, wütend, frustriert, unzufrieden sein. Viele Glücksseminare haben eine wichtige Vorarbeit geleistet, indem sie Menschen aufzeigten, wie sie glücklich sein können. Als wir den Herbst am Wannsee verbrachten dachten wir so manches Mal, warum sind die Menschen nur so mürrisch? Statt die Herbstsonne und den bunten Blätterwald zu genießen oder sich freundlich beim Einkauf am reichlich gedeckten Marktstand zu grüßen oder gar einen netten Austausch zu haben, wird gemeckert – über das anstrengende Laubharken – die teuren Pflaumen – der angekündigte Regen. Warum? Wozu? Um sein Leben zu feiern, braucht es keine Millionen, die kann man haben, muss man aber nicht. Es braucht die Bewusstheit für jeden Moment dankbar zu sein und ihn feiern zu wollen.

Jetzt fallen viele allerdings auf der anderen Seite vom Glücks-pferd: sie wollen nur noch glücklich sein. Negative Gefühle? – Nein Danke! Unsicherheit? – ist für Loser! Misserfolg? – selbst schuld! Angst? – ist nur eine Rechtfertigung! Schmerzhafte Vergangenheit? – einfach loslassen! Ein Teilnehmer unseres Trainings berichtete uns, dass er sich gestresst fühle, nicht immer glücklich sein zu können. Der Glücksstress zermürbe ihn und er sei nun unglücklicher als zuvor. Wie kommt das?

Erstens ist der Dauer- Glücksanspruch nicht zu erfüllen, es wäre sogar körperlich und geistig ungesund immer glücklich zu sein. Wer hält schon einen Dauerorgasmus aus? Zweitens setzt ein Gefühl der Scham, der Selbstbeschuldigung oder des Versagens ein, wenn man diesen Anspruch nicht erfüllt, was dann zu mehr Unzufriedenheit führt. Und drittens fehlt es im Glücksrausch schnell an Empathie den weniger Glücklichen gegenüber. Was zur Folge hat, dass Menschen mit Problem mit Allgemeinplätzen abspeist werden: ‘Don’t worry be happy’. Ist ja alles bloß eine Frage der Einstellung. Buch einfach ein Seminar. Tiefe Verbindungen, die aus Interesse am anderen und durch das Erkunden seiner Denkweise und Gefühle entstehen, sind so unmöglich. Und das Fatale: diese Entwertung starten Sie auch bei sich selbst, wenn Sie unglücklich sind! Und schon haben Sie die eigene Unglückspirale aus Selbstvorwürfen – Selbstanklage – Selbstentwertung in Gang gesetzt. STOPP! Erleben Sie wieder die Vielfalt an Gefühlen, um die uns die Götter beneiden!

🏄🏼‍♂️ Die Lust, Neues zu entdecken und zu erschaffen.

😥 Die Verzweiflung, wenn etwas nicht funktioniert.
😡 Den Ärger, wenn andere Sie ausnutzen.
🕺 Die Ekstase, wenn Sie etwas geschafft haben.
😩 Die Enttäuschung, wenn etwas misslungen ist.
😍 Die Liebe, wenn man sich im anderen erkennt.
😥 Die Sorge um einen geliebten Menschen.

💃🏼 Die pure Lebensfreude über den bunten Herbstwald usw. usw.

Jedes Gefühl enthält eine für Sie wichtige Erkenntnis- Botschaft:
–  ob Ihre Bewertungen zerstörerisch oder erhellend sind.
–  ob Sie auf dem richtigen Weg sind.
–  ob Menschen Sie ermächtigen oder nur Energie kosten.
–  ob Sie Vorwürfe konserviert oder vollständig aufgegeben haben.

–  ob Sie sich treu sind oder nur gefallen wollen.

–  ob Angst und Sorge bewirken sollen, das nichts passiert usw. usw.

Das Zitat: Don’t worry be happy – löst viel Stress aus, deshalb haben wir es umgewandelt in: Don’t worry to be happy

 

Hier  eine persönliche Erfahrung:

Seit einer Woche leben wir wieder auf Mallorca in unserem schönen Haus am Meer. Die Sonne scheint, blauer Himmel, Freunde, die uns willkommen heißen, unser Buchprojekt ist abgeschlossen – also alles Bedingungen, bei denen man eigentlich glücklich sein sollte / müsste. War ich aber nicht wirklich und der Gedanke, dass ich es sein müsste, trug auch nicht gerade zur Heiterkeit bei. Alle die mich kennen, wissen, dass ich an sich eine Frohnatur bin, oder wie unser Sohn sagt: Bei Mama klart es immer auf. Ich sehe immer auch den blauen Streife am dunklen Firmament oder aber zumindest die Möglichkeit, dass es bald wieder aufklaren wird. Eine Einstellung, die ich wohl meinem depressiven Papa zu verdanken habe, der immer nur die eine dunkle Wolke sah. Ich teilte meinem Mann Stephan mit, dass ich nicht wirklich glücklich sei und der beste Mann von allen speiste mich nicht mit Plattitüden ab wie: Stell Dich nicht so an, Du musst nur wollen, Dir kann man es auch nicht recht machen usw. sondern sagte nur, das werden wir untersuchen und auflösen. Ich bin ich ihm so unendlich dankbar für seine außergewöhnliche  Empathie und potente Liebe! Also versetzen wir uns beide dank der von uns entwickelten spirituellen Meditation in einen friedlichen, wertungsfreien Zustand und fanden heraus, dass bei mir ein ganz alter geschlussfolgeter Context wirkte: Ich darf nur genießen, wenn ich zuvor etwas geleistet habe. Da wir hier nicht mehr im alltäglichen Leistungstrott sind, fand mein Bewusstsein, dass ich dann auch nicht genießen und glücklich sein darf. Interessantweise hatte ich vergessen, dass die Möglichkeiten, die wir jetzt leben ja schon das Ergebnis jahrzehntelanger harter Arbeit sind. Doch weder diese Erkenntnis noch positives Denken lösen einen derartigen unbewusst wirkenden Context auf, da eine festgebrannte neuronale Verbindung besteht. Diese muss sowohl mental-emotional als auch neuronal aufgelöst werden. Durch die tiefgreifenden, contextuellen Fragen von Stephan haben wir den Ursprung dieses Schlussfolgerung herausgefunden (ist schon von Vorteil mit dem weltbesten contextuellen Coach verheiratet zu sein) und durch unsere Vollständigkeitssmeditation konnten wir die neuronalen Verbindungen auflösen. Danach haben wir eine Neuausrichtung gestartet, so dass ich zu meiner vertrauten Heiterkeit zurückgefunden habe.

Damit Sie nicht Gefangener Ihrer negativen Gefühle sind, müssten Sie lernen Dauer, Intensität und Häufigkeit Ihrer negativen Gefühle selbst zu steuern und alte Contexte, wie auch deren neuronalen Verbindungen aufzulösen. So bekommen Sie die Botschaft Ihrer Gefühle, aber können den Gefühls-Botschafter schnell wieder entlassen!

© Maria & Stephan Craemer

 

Hier geht`s zur Gefühlssteuerung:: Das Training.

Angewandte Philosophie: Denkwandel