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Blick ins Buch: Ich will mein Leben in den Griff kriegen.

Kennen Sie diesen Ausspruch? Oder haben Sie es gar selbst versucht? Und ist dieses Unterfangen dann im Versuch stecken geblieben? Dieser Anspruch ist so ähnlich, als würden Sie Wasser mit einer Gabel schöpfen wollen. Das ist nicht möglich. Muss aber möglich sein, insistiert Ihr Verstand, Du musst es nur wirklich wollen. Nein, widerspricht Ihr Herz, Du musst loslassen und schon geschieht alles wie von allein. Und so werden Sie immer schneller schöpfen oder aber ganz loslassen in der verzweifelten Hoffnung, auf diese Weise endlich zu bekommen, was Sie wollen. 

Genauso anstrengend ist die Absicht, Ihr Leben in den Griff zu kriegen: je mehr Sie es versuchen, umso schwerer wird es. Wenn ich Leben nicht kontrollieren kann, was dann? Wie kann ich mich sicherer fühlen? Was kann ich tun? Um Fragen wie diese zu untersuchen und neue Erkenntnisse zu gewinnen, können Sie die Inhalte unseres ersten Buches der Trilogie Vom Glück suchen zum Erfüllt leben anwenden. Dazu zwei Auszüge: 

Strohballen auf der Rennstrecke des Lebens

Um sich gegen unwägbare Risiken und infolgedessen befürchtete Härten des Lebens zu wappnen und Erklärungsmuster für unterschiedliche Lebensabläufe zu bekommen, eignen sich die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens unterschiedliche Kontrollmechanismen an. Mit denen glauben sie, die Ereignisse ihres Lebens kontrollieren und ihr Überleben sichern zu können. 

So hoffen die Einen durch rational und die Anderen durch emotional getriebenes Verhalten das Leben besser verstehen, Risiken minimieren oder unangenehme Erfahrungen aus ihrem Leben heraus kontrollieren zu können – und somit ultimativ zu überleben. Die Einseitigkeit beider Kontrollmechanismen garantiert allerdings kein gesichertes Überleben, sondern erhöht sogar die Gefahr. Die Absicht Leben kontrollieren zu wollen ist schon Ausdruck des zugrunde liegenden MangelContextes und der inhärenten Angst vor Schmerz und Verlust. Die Wahrscheinlichkeit schmerzhafter Erfahrungen wird durch die Kontrolle sogar erhöht, damit die vorherige Angst gerechtfertigt war. 

Im Laufe ihres Lebens müssten Sie die Wirksamkeit Ihrer Kontrollmechanismen überprüfen und anhand der Ergebnisse ihre Dysfunktionalität anerkennen. Das tun die Wenigsten, denn das hieße ihre einseitige, kontrollierende Lebensweise grundsätzlich in Frage zu stellen, was sie befürchten lässt, nicht mehr weiter zu überleben, da sie dann vertrauen müssten statt zu kontrollieren. Da Misstrauen ein weiterer Ausdruck ihres MangelContextes ist, tun sie stattdessen mehr desselben in der vergeblichen Hoffnung, irgendwann die erhoffte und erwartete Sicherheit herbei kontrollieren zu können, wenn sie nur noch rationaler, beziehungsweise noch gefühliger sind und handeln. 

Was beide Vorgehensweisen ignorieren, ist der grundlegende, Misstrauen erzeugende MangelContext, der sie zwingt, kontrolliert zu leben. Je mehr sie ihr entweder rationales oder ihr emotionales Kontrollprinzip anwerfen, umso mehr verstärken sie ihr grundsätzliches Misstrauen: In sich, das Leben und andere Menschen. Nur das Anerkennen und Aufgeben der Misstrauen erzeugenden Rechtfertigungsgeschichte beendet den Kontrollzwang.

Unser Verstand funktioniert immer noch wie in der Steinzeit und ist vornehmlich auf‘s Überleben ausgerichtet. Egal wie sehr Sie entweder mit Ihrer Vernunft oder aber mit Ihren Gefühlen Ihr Leben kontrollieren wollen, um Ihr Leben zu sichern: es ist letztgültig nicht möglich zu überleben. Wir befinden uns auf der Straße des Lebens immer Richtung ‚Dead End‘, im wahrsten Sinne des Wortes. War zu überleben in der Steinzeit tatsächlich das Hauptziel, weil Nahrung schwer zu bekommen und die Gefahren groß waren, so ist zu überleben in unser heutigen Kultur wesentlich leichter. Solange Sie lediglich überleben wollen, können Sie nicht genießen, was schon an Annehmlichkeiten erschaffen wurde. 

Das ist so, als würden Sie statt bei einer vergnüglichen Autofahrt die Gegend zu genießen, das Auto mit großer Anstrengung hinter sich herziehen, um damit Lasten zu transportieren. Statt dem Unausweichlichen ausweichen zu wollen, sind Sie nun gefordert aus sich selbst oder spirituell formuliert aus Ihrem Selbst heraus zu leben. Sie können Verstand und Herz als Kompass nutzen, aber lassen sich von Ihrem Selbst, sprich Ihrer Absicht leiten, Ihr Leben nicht mehr kontrollieren zu wollen, sondern es vollständig zu erfahren. Jeden Aspekt. Jedes Gefühl. Höhen wie Tiefen. Erst dann ist folgendes möglich: (weiterer Auszug aus dem Buch)

Die wilde Fahrt genießen 

Eine völlig andere, integrative Möglichkeit die Fahrt des Lebens zu genießen ist eine intentionale Lebenssteuerung. Sie setzen sie nicht ein, um Ihr Leben zu kontrollieren und Risiken zu vermeiden, sondern um im Context des Vertrauens in Ihre Absicht sicher ans Ziel zu steuern. Dabei vernachlässigen oder entwerten Sie weder Rationalität noch Emotionalität, sondern nutzen beide Vorgehensweisen sinnvoll. Sie setzen Rationalität ein, um durch eine kritische Herangehensweise eventuelle Schwachstellen herauszufinden und zu beheben. Gefühle nutzen Sie als Indikator, um weitere Lücken im System zu schließen. 

Sobald Sie jedoch ins Fahrzeug steigen, geben Sie diese Kontrollmechanismen auf und vertrauen sich selbst, Ihrer Absicht und Ihrem Commitment das Ziel zu erreichen. Was nicht heißt, dass Sie garantiert sicher ankommen, schließlich sind eine Menge Bedenkenträger und Gefühlszombies unterwegs, die sich auf der Straße des Lebens gern als Hindernis zur Verfügung stellen. Doch werden risikobereite Menschen garantiert die wilde Fahrt genießen und im Ziel feiern, unabhängig davon, welchen Platz sie erreicht haben.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen heute wie auch an allen anderen Tagen 

Ihr Leben nicht mehr kontrollieren zu wollen, sondern es vollständig zu erfahren. 

© Maria & Stephan Craemer

 

 

Sollten Sie Interesse an unserem Buch haben, können Sie es hier vorbestellen:

Vom Glück suchen zum Erfüllt leben.

 

Des Weiteren findet eine Lesung statt, zu der wir Sie herzlich einladen.

Lesung: 30. Nov. 2019 ab 20:00 Uhr im Dorinth Hotel in Wiesbaden 

 

Für nachhaltigen Erfolg und Erfüllung in Deinem Leben: Das Training.

Angewandte Contextuelle Philosophie: Denkwandel