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Junge Mütter sind (auch) zickig. Warum?

Liebe Mütter, die Überschrift ist keine Anklage. Im Gegenteil. Sie soll ein Wachrüttler und eine Befreiung sein. Wir als Eltern haben großes Verständnis für Ihre Situation: durchwachte Nächte, Stress, weil das Baby (nicht) schreit, Angst, alles richtig zu machen. Hinzu kommt für die Frau die Sorge um ihre Attraktivität und der Abnehmstress. Zugegeben, mein Mann hat mit mir auch so manche zickige Phase durchlebt – erlebt – überlebt. Schön war das nicht. Für Beide. Hätte mich (Maria) damals jemand darauf hingewiesen, hätte ich es wohl als Angriff gehört, aber gewusst, dass es irgendwie stimmt. Nutzen Sie nun diesen Artikel, um wieder in Liebe zu ihrem Kind und ihrem Partner und sich selbst zu sein. Um wieder gütiger zu sein. Gelassener zu werden. Um nicht nur ihr Kind, sondern auch ihren Partner wieder als Bereicherung zu erfahren und nicht als Störung. Bereit?

  1. Beispiel: In einem Café. Eine junge Mutter steht mit ihrem Baby am Tisch. Als es quengelig wird, setzt sie es in den Maxi Cosy, geht zu ihrem Stuhl und holt es wieder raus. Dann schaut sie zum fünf Meter entfernten Tresen und ruft: „Nun hilf mir doch mal!“ Dort steht ihr Partner und will das Essen bezahlen. Er schaut sie lächelnd und verwundert an. Sie: „Nun steh doch nicht da wie angewurzelt!“(Du Depp hat sie zwar nicht gesagt, aber es war zu hören.) Er lässt alles stehen und nimmt das Baby, damit sie sich zum Stillen vorbereiten kann. Warum hat sie das Kind nicht im Maxi Cosy gelassen und sich vorbereitet? Warum den Partner so schroff zurechtweisen? Er wollte doch ‚nur‘ das Essen organisieren.
  2. Beispiel: Auf einer Party. Wie sitzen in gemütlicher Runde und genießen die warme Abendluft. Ein nettes, junges Paar setzt sich zu uns. Sie hält ein Baby auf dem Arm. Während wir uns angeregt unterhalten schläft das Baby ein. Nach einiger Zeit steht der Mann auf und fragt sie: “Soll ich den Kinderwagen holen?“ Wenn Du willst, kannst Du es ja machen.“ „Ich hole ihn gern, dann kannst Du ihn hineinlegen.“ „Das ist mir egal. Kannst Du machen oder auch sein lassen.“ Er stand im wahrsten Sinne des Wortes dumm rum und überlegt. „Willst Du ihn weiter auf dem Arm behalten? Dann hole ich den Wagen später.“ „Das ist doch Deine Entscheidung. Tu‘ es oder lass es sein.“

 

Dies sind nur zwei Darstellungen häufiger Beobachtungen. Sei es, dass mit den Augen gerollt wird, wenn er eine Frage hat oder dass über die Ungeschicklichkeit der Männer im allgemeinen gelästert wird Woher kommt der fast feindselige Unterton, das ärgerliche genervt sein?

 

  1. Das eigene Leben ist zu Ende.

Als schwangere Frau hofft man, das Kind wird ein bereichernder Teil des eigenen Lebens. Man lebt weiter wie zuvor, aber mit Kind. Als junge Mutter muss man entsetzt feststellen, dass das eigene Leben zu Ende ist und man nun das Leben des Kindes lebt. Vor allem, wenn es noch klein ist. Das Leben dreht sich nur noch um das Kind. Das wurde von den Frauen vor fünfzig Jahren so nicht so negativ erfahren, da sie oft kein eigenes Leben, keine eigene Karriere hatten. Frauen mussten sogar wählen: Beruf oder Familie. Lehrerinnen war es verboten zu heiraten. Doch heutzutage sind berufstätige Mütter der Normalfall und gerade junge Mütter müssen sich vollständig auf ein neues Leben einlassen unter vorläufigem Verzicht auf ihre Karriere.  

 

  1. Der Mann lebt weiter wie zuvor.

Dann stellen sie fest, dass ihr Partner fast genauso lebt wie zuvor. Er hat nicht zugenommen – zumindest nicht so viel; kann durchschlafen – und sei es auf der Couch; geht zur Arbeit – macht sogar auffällig viel Überstunden seitdem das Baby da ist; treibt Sport mit den Kumpels – Sie gibt fast alles auf und er macht so weiter wie zuvor: das schürt den Neid bis hin zu Missgunst. Sie fühlt sich als Verlierer dieser Situation. Würde man beider Leben mit einem Auto vergleichen, fährt die Frau ihr Auto zu Schrott und aus dem Karriere-Sportwagen wird ein familienfreundlicher VW Passat Kombi. Er flitzt weiter mit seinem Sportwagen rum. Diese Diskrepanz ist für Einige schwer auszuhalten.

 

Beides zusammen ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit!

Diese beiden Faktoren, der Verlust der eigenen Identität und die Missgunst auf sein Leben, schüren das Gefühl benachteilig zu sein. Jetzt den Verursacher des Problems auch noch mit Begeisterung zu beglücken, scheint dann doch einer zu viel. Das ist der Grund der Zickigkeit. Wenn er im Gegensatz zu Ihnen ein Kind und seine Freiheit hat, dann soll er wenigstens als Gefühlskellner herhalten. Wobei man das meiste, was er serviert zurückgehen lässt; nicht, dass er womöglich denkt, er sei toll.

 

 

 

Sehen und Fühlen Sie den Gewinn Ihres neuen Lebens! 

  1. Genießen Sie die einmalige Nähe zu Ihrem Baby. Wie ein Mann sie nie haben wird. Genießen Sie die Stille und das Stillen. Die Vertrautheit. Spüren Sie die bedingungslose Liebe dieses kleinen Wesens. Diese ist einzigartig. So nie wiederkehrend. Ausschließlich Frauen haben dieses Band. Lassen Sie es sich nicht dadurch zerstören, dass Sie dafür keine Wertschätzung bekommen, vor allem von anderen Frauen. Genießen Sie diese Zeit!
  2. Schulen Sie Ihre Spiritualität mit Ihrem Kind. Da es nicht sprechen kann, müssen Sie fühlen, erahnen, mit ihren Sinnen erfassen, was ihm fehlt. Das können Sie lernen. Verbinden Sie sich spirituell mit Ihrem Kind. Fragen Sie es mit allen Sinnen, was es braucht? Denken Sie es ruhig. Werden Sie zum Babyflüsterer. Sie werden sich wundern, welche Antworten ihnen eingegeben werden. Das machen wir auch heute noch, sogar mit fremden Kindern. So manches Kind hört auf zu schreien, wenn wir es anschauen und leise mit ihm sprechen. Oft wurden wir gebeten, den Trick zu verraten. Was wir hiermit gern tun! Schulen Sie Ihre Spiritualität!
  3. Leben Sie im Hier und Jetzt. Sie wollen noch so vieles verwirklichen? Das können Sie. Ihnen bleibt noch viel Zeit. Warum sich selbst unter Druck setzen und alles gleichzeitig wollen? Weil Karriere glücklicher macht? Wirklich? Gibt es nur glückliche Karrierefrauen? Wir haben in Cochinggesprächen mit Karrierefrauen oft von verpassten Möglichkeiten erfahren. Lassen Sie sich von gesellschaftlichen Ansprüchen und vor allem von anderen Frauen nicht mehr unter Druck setzen. Genießen Sie ihr Leben!
  4. Lieben Sie Ihren Partner und nutzen ihn. Richtig. Nutzen Sie ihn. Männer wollen gebraucht werden. Sie wollen nützlich sein. Statt jedoch genervt zu sein, was er alles falsch macht, bitten Sie ihn freundlich um das, was sie wollen. Sie ahnen nicht welche Auswirkungen eine liebevolle Bitte hat. Aber Achtung: Sie könnten bekommen, was sie wollen. Der Preis ist, dass er auch glücklich sein darf, obwohl er es scheinbar leichter hat als Sie. Ein geringer Preis für einen hohen Gewinn. Lieben Sie vollständig!